Nach Tough Mudder ist vor XLETIX. Nachdem ich im Sommer diesen Jahres das zweite Mal beim Tough Mudder teilgenommen habe und mich durch Schlamm und 16km Strecke gekämpft habe, hatte ich endgültig Blut geleckt und wollte wissen, wie die anderen Obstacle Races (Hindernissläufe) sind. Der nächste in meiner Nähe, der Tough Mudder ähnlich ist, war XLETIX. Die Location: Timmendorfer Strand. GEIL.

Also, nachdem ich den Button geklickt hatte um mich wieder für Tough Mudder 2016 anzumelden, klickte ich noch den für XLETIX am 19.09.2015. Wer will denn schon mit noch soviel Adrenalin und Endorphinen im Körper ein Jahr bis zum nächsten lauf warten?!

Was ist Xletix?

Xletix ist ein Obstacle Race. Und auf deutsch: Hindernisslauf. Man überwindet (aus meiner Sicht) etliche Kilometer und muss dabei diverse Hindernisse überwinden. Von über schräge Wände springen/klettern bis hin zu an Ringen entlanghangeln ist einiges dabei. Außerdem läuft man über Stock und Stein, durch Matsch und diesem Falle, da es am Timmendorfer Strand stattgefunden hat, auch kilometer lang durch Sand und ein paar Hindernisse waren auch in der kalten Ostsee.

Was unterscheidet Xletix von Tough Mudder?

Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Events ist wohl, das man bei Xletix eine Streckenlänge wählen kann. Man entscheidet sich zwischen den Distanzen: S (ca. 8km), M (12+ km -> hier waren es 17,5 km) und L (21+ km) Je nach Distanz-Wahl sind auch die Teilnahmegebühren angepasst. Diese sind aber, egal bei welcher Länge niedriger, als bei Tough Mudder. Aber trotzdem schlagen sie mit mindestens 69€ (S-Distanz) auch zu. Die Hindernisse waren teilweise recht ähnlich, aber bei Xletix hatte man eine größere Vielfalt und Abwechslung, was wahrscheinlich mit dem großen Areal von Wald, Straße und Strand zusammenhängt. Dafür hat man aber auch, im Gegensatz zu Tough Mudder kein wirkliches Event-Gelände da überall auch nicht beteiligte rumlaufen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den einzelnen Teams bzw. Teilnehmern ist auch nicht so stark gewesen wie bei den beiden Tough Muddern, an denen ich teilgenommen habe, was mir wirklich gefehlt hat.

Welche Hindernisse gab es?

Insgesamt gab es, angeblich, auf der M-Distanz, die ich absolviert habe, 33 Hindernisse. Es kamen mir nicht so viele vor, da auch eine Strecke, die ca. 5 km lang stur durch den Wald ging, kein wirkliches Hindernis beinhaltete außer mal durch ein kleines Strohballen Labyrinth (wenn man das überhaupt bei der kleinen Größe so bezeichnen kann, also verlaufen konnte man sich nicht) geduckt durch zu laufen. Das ist in meinen Augen kein wirkliches Hindernis. Ansonsten waren von Klettern, Hangeln und Eisbecken-Tauchen, Reifen ziehen, oder sich gegenseitig tragen, wieder alles dabei.

Wenn man mal ein Hindernis nicht machen wollte oder es sich nicht zutraute, konnte man alternativ 15 Burpees machen. Aber seht selbst. Weiter unten, die Bilder, sprechen für sich.

Aber hier eine Übersicht der Hindernisse:

Wie teuer ist Xletix?

Wie oben schon kurz angerissen, sind die Kosten den Distanzen angepasst und je nachdem wie früh man sich anmeldet. Die Preise steigen alle paar Wochen ein wenig an.

S= 49- 69€

M= 59-79€

L= 69-89€

Fazit zu Xletix

Auch wenn die Landschaft und die Abwechslung während des Laufs mir besser gefallen hat, hat mich doch die Stimmung bei Tough Mudder und das Zusammengehörigkeitsgefühl, sowie, das der Spaß an der Sache im Vordergrund steht, mehr fasziniert. Auch wenn ich mich dieses Jahr sehr über den Wucher bei Tough Mudder aufgeregt habe und das sie trotz der hohen Teilnahmegebühren extrem billige T-Shirts als Belohnung nach dem Lauf verteilten – Fruit of the Loom (Bei Xletix und im Vorjahr bei Tough Mudder gab es Funktionsshirts) –  werde ich aber doch wieder nächstes Jahr ein Tough Mudder mitmachen und bei Xletix wohl eher aussetzen und ein anderes Event ausprobieren. Den Urbanathlon oder Ähnliches.

Aber trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, das Team war mal wieder super und das Wetter war uns einfach mal egal. Auch wenn es Arsch kalt war und immer wieder geregnet hat.

BTW: Xletix verlangt im Nachgang, wenn man Fotos vom Event haben möchte, pro Bild stolze 5,99€ … Alternativ kann man auch eine Fotoflatrate für 19,90€ in Anspruch nehmen. Bei ganzen zwei (!) Bildern, die von mir zur Verfügung standen, war ich natürlich sehr dankbar über den Verweis zur Fotoflatrate und das Kleingedruckte, das es sich evtl. nicht lohnt, sondern die Bilder lieber einzeln gekauft werden sollte.

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