Die Hauptstadt Namibias. Wie stellt man sich eine Hauptstadt in Afrika vor, in einem Land, das stark deutsch geprägt, aber an sich nur Wüste ist? Ich hatte kaum eine Vorstellung und habe mich einfach hineingestürzt.
Als aller erstes: Es ist unglaublich sauber, geordnet und wirkt alles wie neu gebaut. Kein vergleich zu Süd Afrika. Ich habe schon damit gerechnet, dass man ähnlich vorsichtig wie in Süd Afrika sein muss, dass man wenn es dunkel wird nicht mehr alleine rausgeht. Aber weit gefehlt. Hier herrscht ein anderes Klima, es ist ein wenig entspannter.

Ein Rundgang durch Windhuk

Windhuk ist nicht riesig. Das Zentrum ist sehr kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. Aber sobald man aus dem Zentrum raus kommt, hat man gleich das Gefühl von Wüste, „TIA“ This is Africa. Warmer Wind weht durch die Straßen. Es wirkt alles ein wenig karg. Aber wie sollte es anders sein, wenn 80% der Stadt auf Sand steht. Windhuk liegt in einem Tal, das Richtung Norden an das Hochland und somit eine recht grüne Gegend grenzt. In Richtung Süden erwartet einen die Namib, die älteste Wüste der Welt.
Was einem gleich auffällt  ist eine Kirche, die auf einer Erhöhung mitten im Zentrum steht, die eher an unsere Gefilde erinnert und ein Museum, das von Asiaten gebaut wurde und wie eine riesen Kaffeemaschine aussieht. Wie ich finde.

Aber trotz der ganzen Neubauten spürt man die deutsche Vergangenheit. Man bekommt deutsches Brot, Wurst und man findet deutsche Restaurants.

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Die Unterkünfte

Wir sind zum Anfang unseres 6-Tage Rundtrips für 3 Tage und am Ende noch mal für eine Nacht in Windhuk. Am Anfang und für die letzte nacht in Namibia kommen wir im Urban Camp unter. Hierzu habe ich schon ein bisschen hier geschrieben. Für zwei Nächte residieren wir im Hilton. Unterschiedlicher, könnten zwei Unterkünfte in ein und der selben Stadt nicht sein.

Das Urban Camp in Windhuk

Ein kleines Camp mitten in Windhuk. Es liegt hinter einem hohen Zaun direkt an einer Hauptstraße und lässt von Außen nicht im geringsten erahnen, was einen erwartet. Ein super schönes angelegtes Camp mit kleinen Hügeln auf denen zwischen Kakteen und Palmen die Zweimann Zelte platziert sind. Man hat eine kleine eigene „Terrasse“ vorm Zelt und kann die Ruhe genießen. Man nennt das übrigens GLAMPING. In den Zelten schläft man nämlich nicht auf Isomatten und im Schlafsack, sondern man hat ganz normale Betten und sogar einen Ventilator und Nachttisch. So fängt Urlaub richtig an. Die Anlage hat noch einen kleinen Pool an dem man auf Liegen oder sogar in einer Hängematte relaxen kann, eine tolle Bar mit einigen Tischen und mehrere Waschhäuser. Alles ist sehr liebevoll gestaltet. Die Leute sind nett und super entspannt. Und das ganze ist sogar sehr günstig. Wir zahlen pro nacht gerade mal 27€ zu zweit. Wegen all diesen Plus-Punkten haben wir uns entscheiden auch die letzte Nacht vor unserer Weiterreise nach Durban hier zu verbringen. Mehr Bilder findet ihr in dem anderen Beitrag

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Hotel-Review: Das Hilton Windhuk

2 Nächte haben wir im Hilton verbracht. 5 Sterne prangen hier auf dem Schild und lassen viel erwarten. Dachterrasse, Pool, Spa, Fitnessstudio. Aber, nichts ist wie zu Hause. Namibia definiert Hilton wohl anders als wir wenn wir diesen Namen hören.
Der erste Eindruck ist sehr gut, doch wenn man genauer hin schaut sieht man, wie improvisiert wird. Ein bisschen anders wird mir als ich den großen Wasserschaden an der Decke der Mitte des Hotels entdecke und merke, dass dieser in Verbindung mit dem Pool direkt darüber stehen muss. Es ist eventuell nur eine Frage der Zeit, wann dies ein schwerwiegendes Problem wird.

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Den ersten Abend haben wir auf Grund der späten Ankunft den Zimmerservice in Anspruch genommen und uns lecker Burger bestellt. Statt zwei kam nur einer mit dem Hinweis NEIN, Sie haben nur einen bestellt. Lange Diskussion, bis es hieß sie bringt noch einen… Fehler werden hier ungern eingestanden. Dies mussten wir vor allem im Hilton mehrfach feststellen. Als eine Kellnerin auf der Dachterrasse (wie dekadent) zu uns kam und Essen brachte, und wir verneinten etwas bestellt zu haben, wollte sie uns erst klar machen, das wir das waren.
Der Pool versprach in der Sonne liegend eine schöne Abkühlung für Zwischendurch. Über den glühend heißen Boden schnell auf Zehenspitzen auf den Pool zu laufend, hineinspringen … Nichts da. Zirka 30 Grad warmes Wasser ließ die Abkühlung schwindend gering ausfallen. Der Pool ist wohl eher für Nachts gedacht.
Das Frühstück war extrem gut. Eine große Auswahl an warmen und kalten Speisen. Viel Obst, was mir sehr entgegen kam und frische Omletts.
An sich ein gutes Hotel, das aber so gar nicht dem Standard eines Hiltons entspricht.

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Restaurant-Tipp: Joes Beerhaus

Am letzten Abend gehen wir ganz den Tipps nach und essen in Joes Beerhaus. Eine urige Kulisse bietet sich einem und es ist voll mit Touristen. Die Karte weißt alles auf was das Touri-Herz begehrt: Burger, Lasagne, Steak, Pommes und Salat. Aber auch etwas, das ein wenig afrikanisch ist haben sie mit untergebracht. Man kann hier Gerichte mit dem Fleisch der heimischen Tiere bestellen: Springbok, Krokodil, Strauß und vieles mehr.

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