Viele kennen es. Man bewirbt sich auf einen Job, kommt in die Endrunde und bekommt ihn am Ende doch nicht. Wieder Zweiter. Manchmal zieht sich dieses Schema wie ein roter Faden durch das Leben. Ob in Beziehung, Job, Gewinnspiele, Freunde, Geschwister. Ein anderer ist immer passender, beliebter, cooler, lustiger oder sportlicher. Gefühlt zumindest. So geht es mir gerade wieder.

Der ewige Zweite oder der erste Verlierer


Es fühlt sich einfach scheiße an. Bin ich nicht gut genug? Gefällt denen meine Nase nicht? Was wollen sie? Und warum ist es DER/DIE Andere geworden? Was hat er/sie was ich nicht habe?!

Diese Fragen gehen mir ständig durch den Kopf, wenn ich eine Absage bekomme. Gerade bei Projekten, die ich wirklich möchte, tut es weh. Ich stelle mich selbst in Frage. Und warum? Nur weil jemand anderes sagt, ich würde nicht passen. Ego-Probleme.

Und wisst ihr was? Wahrscheinlich haben sie sogar damit recht, dass ich nicht passe! Und an sich ist es doch auch gar nicht schlimm, wenn man nicht in jedes Muster passt.

Aber trotzdem wurmt es mich zu diesem Zeitpunkt.

Wie gehe ich damit um?

Mein erster Gedanke ist eigentlich immer: “Dann soll es wohl nicht sein. Think positive!” Ehrenhaft oder?

Und der zweite ist gleich: “FUCK YOU, ich bin enttäuscht…. Warum nicht ich?”
Und dann verbiete ich mir regelrecht enttäuscht zu sein, um positiv zu bleiben. Aber eigentlich ist es OK! Ich und auch du darfst mal enttäuscht und traurig sein und diesem Gefühl Raum lassen. Das gehört doch zum Leben und Mensch sein dazu.

Das ganze Leben ist nur mal nicht Zuckerwatte und Einhorn-Kacke.

Das Entscheidende ist doch, wie man nach der Phase der Enttäuschung weitermacht, oder? Außerdem überleg doch mal was du schon alles erreicht und geschafft hast. Da sind bestimmt viele Punkte bei, bei denen du erster warst und immer noch bist! Ich bin, wenn ich enttäuscht bin, dafür blind. Wie viele andere wahrscheinlich auch. Aber versuche zu sehen was du erreicht hast! Persönlich und/oder beruflich.

Die innere Einstellung

Jeder ist so, wie er von Innen heraus ist, in Ordnung und schön. Sei glücklich wer du bist und sei dankbar für alle Situationen, auch wenn es Zurückweisungen sind. Auch diese bringen dich weiter und vielleicht bringen sie dich sogar auf deinen richtigen Weg. Eventuell zeigen sie dir sogar auf, wer du wirklich bist oder Themen, die du bisher nicht gelebt hast.

Auf diese Sachen versuche ich mich immer wieder zu besinnen. Mein Mantra: ich bin toll, so wie ich bin! Und genauso liebe ich mich!

Und wenn jemand anderes mich nicht sieht oder nicht passend empfindet, ist das OK!

Ab jetzt versuche ich mir nicht mehr zu verbieten auch mal enttäuscht zu sein und das auszuleben. Man kann auch im Herzen und von Grund auf positiv sein, wenn man Niederlagen erlebt und diese nach kurzer Zeit wegsteckt. Hauptsache man verliert sich selbst nicht aus dem Blick und geht seinen Weg weiter.